Radioprogramm

Ö1

Jetzt läuft

Guten Morgen Österreich

05.00 Uhr
Nachrichten

05.03 Uhr
Guten Morgen Österreich

06.00 Uhr
Ö1 Frühjournal

06.10 Uhr
Guten Morgen Österreich

06.56 Uhr
Gedanken für den Tag

"Unbehaust und geborgen zugleich". "Heimat ist kein Ort, kein Raum, sondern ein Gefühl", meint der katholische Theologe Rainer Bucher "Heimat ist kein Ort, kein Raum, sondern ein Gefühl. Freilich entsteht es an bestimmten Orten und an anderen gerade nicht", stellt der katholische Theologe Rainer Bucher an den Beginn seiner "Gedanken für den Tag" über Heimat und Religion in der Woche vor dem österreichischen Nationalfeiertag. Rainer Bucher, gebürtiger Franke, lehrt Praktische Theologie an der Karl-Franzens-Universität in Graz. Er thematisiert auch die "dunkle Seite des Konzepts Heimat", nämlich: den "Ausschluss des störenden Anderen". Dass Heimatverlust dann ausgerechnet von jenen beklagt werde, die ihre Heimat behalten haben, und jenen vorgeworfen wird, die ihre Heimat wirklich verlassen mussten, sei nur eine skurrile Facette dieses dunklen Heimatbegriffs. Und Bucher spinnt seine Gedanken bis zur metaphysischen Heimatlosigkeit der Neuzeit und dem gefühlten Heimatverlust der Gegenwart.

07.00 Uhr
Ö1 Morgenjournal

mit Kultur aktuell

07.33 Uhr
Guten Morgen Österreich

07.52 Uhr
Leporello

08.00 Uhr
Ö1 Journal um acht

08.20 Uhr
Pasticcio

mit Colin Mason. ... den Morgen verweilen lassen. Zwei Brücken werden heute besungen, Brücken gibt es sowohl zwischen Musikstücken als auch innerhalb einzelner Stücke. Aber auch Brüche gibt es (darunter Schiffbrüche) im heutigen Programm, auch ein Werk, dessen Titel einen Bruch anzudeuten scheint. Der Ursprung dieses bestimmten Titels wird erklärt, er liegt in einem historischen Kuriosum des österreichischen Sprachgebrauchs. Den Einstieg bzw. Ausklang der Sendung bilden zwei amerikanische Hits - aus 1966 bzw. 1967.

08.55 Uhr
Vom Leben der Natur

Hüter und Wiederaufforster des Waldes. Die Wildbiologin Karoline Schmidt über den Eichelhäher. Teil 4: Eine perfekte Symbiose Gestaltung: Maria Harmer Sein Schrei ist unverkennbar. Und so krächzend, dass es verwundert, dass der Eichelhäher zu den Singvögeln zählt. Seinen Namen verdankt er seiner Lieblingsspeise: Bis zu zehn Eicheln kann er im Kehlsack transportieren, und manchmal noch eine zusätzlich im Schnabel. Bis zu 5000 Eicheln können das pro Saison und Schnabel sein. Der Vogel mit den auffallenden blitzblauen Federn zählt zu den Rabenvögeln - und er ist blitzgescheit. Die gesammelten, transportierten und dann sorgsam im Waldboden verscharrten Waldfrüchte sind sein Nahrungsvorrat für den Winter. Sein phänomenales Gedächtnis lässt ihn die Verstecke nicht vergessen. Und falls ihn jemand beim Verscharren beobachten sollte, gräbt er die Eichel anschließend wieder aus und sucht ein neues Versteck. Aus vielen der vergrabenen Eicheln keimen dann im nächsten Jahr junge Bäume. Und da der fleißige Wiederaufforster für die Verstecke lichte Stellen bevorzugt, die Mäuse meiden, hat er viel Erfolg - und zudem jene Stellen ausgesucht, die auch Waldeigentümer auswählen würden. Und genau die machen sich nun die Hilfe der Eichelhäher in immer größerem Maß zunutze. In Österreich war das Benediktinerstift Altenburg im Waldviertel unter den ersten, die die "gefiederten Schwarzarbeiter" aktiv in ihre Forstprogramme inkludierten. Ein spannender und für den Betrieb kostengünstiger, vor allem aber extrem nachhaltiger Ansatz. Die Wildbiologin Karoline Schmidt kennt dieses Projekt gut und ist insbesondere von der sozialen Intelligenz des Eichelhähers beeindruckt. So verwirrt er manchmal sogar Plünderer, indem er Steine statt Eicheln vergräbt. Und er imitiert andere Vögel wie Mäusebussarde und Graureiher so gut, dass ihm nicht nur Vogelexperten, sondern auch gefiederte Artgenossen auf den Leim gehen.

09.00 Uhr
Nachrichten

09.05 Uhr
Radiokolleg - Die präventive Wende

Vorbeugende Maßnahmen im Gesundheits- und Rechtswesen (4). Gestaltung: Christa Nebenführ Mit der Entdeckung einer vorbeugenden Impfung gegen Infektionskrankheiten im 18. Jahrhundert entstand ein Konflikt, der bis heute nicht ganz gelöst ist. Arthur Köstler erzählt in seinem Anti-Stalinistischen Roman "Sonnenfinsternis" aus dem Jahr 1940 von einem sowjetischen Bauern im Gulag, der sich weigert, seine Kinder für eine Schutzimpfung "mit Nadeln stechen" zu lassen. Der Impfkonflikt schwelt immer noch und hat im Zuge der Schutzmaßnahmen gegen die Corona-Pandemie neuen Aufschwung genommen. Prävention ist seit den 1970er Jahren aber nicht nur ein Thema der Gesundheitsfürsorge, sondern auch des Strafrechts. Maßgebliche Rechtswissenschaftler konstatieren eine Akzentverschiebung von Verbrechen und Strafe hin zur Kriminalitätsprävention. Bildungs- und Beratungsangebote können Menschen in schwierigen sozialen Lagen helfen, Straffälligkeit zu vermeiden. Profiling, bei dem Mitbürger nach willkürlichen Merkmalen ohne Verdacht angehalten und durchsucht werden, erzeugt jedoch oft das Gefühl von Hilflosigkeit, Erniedrigung und letztendlich Wut, die unter Umständen in Straftaten mündet. Sowohl in der Gesundheits- als auch in der Sozial- und Rechtspolitik ist Prävention ein Instrument, das mit sorgfältiger Balance gehandhabt werden muss. Auch in der individuellen Lebensplanung ist zu bedenken, dass das Streben nach Perfektion in Zwänge - wie beispielsweise Essstörungen - münden kann. Man könnte sich fragen, ob Gesundheitsbewusstsein bzw. -vorsorge auch übertrieben werden kann. So mancher Rat wird dabei mit fragwürdigen Statistiken zum Gewinn bzw. Verlust von Lebensjahren untermauert.

09.30 Uhr
Radiokolleg - Friedrich Engels

Der Fabrikant, der den Marxismus erfand (4). Gestaltung: Günter Kaindlstorfer Wer Marx sagt, muss auch Engels sagen. Dem 1820 geborenen Fabrikantensohn aus Wuppertal hat man im Verlauf des 20. Jahrhunderts viele Denkmäler gebaut: in Shanghai, Moskau und Berlin, in Dresden und Kalkutta. Jenseits realsozialistischer Heiligenverehrung war Friedrich Engels ein kraftvoller und originärer Denker, ein blendender Stilist und kreativer Philosoph, der bahnbrechende Schriften zur Dialektik von Natur und Gesellschaft, aber auch zu Fragen von Kolonialismus, Naturwissenschaft und Feminismus vorgelegt hat. Nach dem Tod von Karl Marx war er es, der das Erbe seines Freundes verwaltet und als einflussreicher Organisator in die "Zweite Internationale" eingebracht hat. Im Grunde war Friedrich Engels es, der den "Marxismus" erst erfunden hat. Dabei war der lebenslustige Baumwoll-Magnat, der zwanzig Jahre lang eine Textilfabrik in Manchester geleitet hat, im Gegensatz zu asketischeren Vertretern der Arbeiterbewegung durchaus kein Verächter irdischer Genüsse. Der britische Historiker Tristram Hunt zeichnet Friedrich Engels in seiner erfrischenden Biographie als beschwingten Hedonisten, der die Freuden der Fuchsjagd ebenso zu schätzen wusste wie eine Schale Hummersalat oder eine fachgerecht dekantierte Flasche Château Margaux. Friedrich Engels zeigte sich überzeugt, dass Marx ein "Genie" und er bloß ein "Talent" gewesen sei. Tristram Hunt und andere Zeitgenossen sehen das anders. Für sie war der viktorianische Baumwoll-Lord ein eigenständiger und bemerkenswert offener Denker, der die doktrinäre Interpretation seiner und Marxens Theorien im Leninismus und erst recht im Stalinismus radikal abgelehnt hätte. Engels zählte, wie Karl Marx, zu den glühendsten Bewunderern und zugleich zu den schärfsten Kritikern der heute herrschenden Wirtschaftsweise. Der Mitverfasser des "Kommunistischen Manifests" hat immer wieder darauf hingewiesen, dass der Kapitalismus erst dann einem solidarischeren Wirtschaftssystem Platz machen könnte, wenn er zur globalen Kraft aufgestiegen sei. Eine Entwicklung, die gerade eben im Gange ist. Ein Radiokolleg von Günter Kaindlstorfer zum 200. Geburtstag von Friedrich Engels.

09.45 Uhr
Radiokolleg - Zwischen Brecht und Broadway

Die zwei Karrieren des Theaterkomponisten Kurt Weill (4). Gestaltung: Alexandra Faber Mit der "Dreigroschenoper" landet Kurt Weill gemeinsam mit dem Dramatiker Bertolt Brecht im Jahr 1928 einen Sensationserfolg. Mit Liedern wie der "Moritat von Mackie Messer" zeigt sich der Komponist als genialer Melodienschreiber, seine musikalischen Hits werden später zu Jazz-Standards, und- wie etwa der "Alabama-Song" - auch von der Rockband "The Doors" gecovert. Kurt Weill verblüfft noch heute in seiner stilistischen Vielfalt. Der vor 120 Jahren in einer jüdischen Kantorenfamilie in Dessau geborene Musiker schreibt Symphonien, Werke für Ballett, Liederzyklen und eine Kantate für das damals neue Medium Radio. Mit seinem populären Musikstil revolutioniert er das Musiktheater. Diese Reform setzt er nach seiner Emigration in die USA fort: Weill knüpft Kontakte zu den besten Broadway-Autoren dieser Zeit und verwirklicht mit "Street scene" seinen Traum einer amerikanischen Oper, einer Mischung aus Broadway-Musical und europäischer Oper. Dieser "amerikanische" Weill wurde in der Forschung als kommerziell abgetan und wenig geschätzt. Erst in den letzten Jahren würdigt man zunehmend Weills Verdienste um ein literarisch und musikalisch anspruchsvolles, neues Musiktheater.

09.57 Uhr
Ö1 heute

10.00 Uhr
Nachrichten

10.05 Uhr
Ausgewählt

Mit Mirjam Jessa. Das Lied als Herzstück in Mahlers Schaffen (V): Das "Lied von der Erde". Mit dem "Lied von der Erde" hat Mahler eines seiner bedeutendsten Werke geschaffen, nur wusste er selbst nicht - wie er in den ersten Septembertagen 1908 an den Dirigenten Bruno Walter schrieb - "... wie das Ganze benamst werden könnte". Denn es sind weder sortenreine Orchesterlieder, noch ist es eine Symphonie mit Singstimme, tatsächlich scheint es beides zu sein oder wie es Mahler Experte Heinrich Danuser ausdrückt: "die radikalste Gattungsverschränkung der bisherigen Musikgeschichte". In sechs Teilen, der letzte - "Abschied" - so lange wie alle vorhergehenden zusammen, vertont Mahler sieben Gedichte aus der Sammlung "Die chinesische Flöte" von Hans Bethge, Nachdichtungen chinesischer Lyrik. Anton Webern, tief ergriffen nach der posthumen Uraufführung 1911 schrieb an Alban Berg: "Es ist so wie das Vorbeiziehen des Lebens, besser des Gelebten, an der Seele des Sterbenden. Das Kunstwerk verdichtet; das Thatsächliche verflüchtigt, die Idee bleibt; so sind diese Lieder".

11.00 Uhr
Nachrichten

11.05 Uhr
Radiogeschichten

"Wo das Wasser am tiefsten ist" von Claire Keegan. Aus dem Englischen von Inge Leipold und Hans-Christian Oeser. Es liest Bettina Redlich. Fischen kann entspannend sein. So wirft das Au-pair-Mädchen seine Angel aus und versucht, sich von den Albträumen der letzten Zeit zu befreien. Die Verantwortung für das ihr anvertraute Kind lastet auf ihr. Und manchmal ist die Grenze zwischen Traum und Wirklichkeit äußerst schmal. Die irische Autorin Claire Keegan schreibt präzise, dunkle Kurzgeschichten, mit großen Fallhöhen für die Figuren und viel Platz für Ungesagtes. Bekannt wurde sie mit ihrer ersten, 1999 erschienenen Kurzgeschichtensammlung "Antarctica", für die sie den renommierten Rooney Prize for Irish Literature erhielt. Der Band erschien 2004 in der deutschen Übersetzung. "Wo das Wasser am tiefsten ist" ist die Titelgeschichte des Bands. Gestaltung: Martin Sailer Bearbeitung: Antonia Löffler

11.25 Uhr
Schon gehört?

Die Ö1 Club-Sendung. Aktuelle Veranstaltungen und Angebote der Ö1 Kulturpartner.

11.30 Uhr
Des Cis

mit Daniela Knaller. Das Lux Nova Duo präsentiert sein neues Album. In der seltenen Besetzung von Gitarre und Akkordeon, die eine aparte Mischung ergibt, präsentieren Jorge Paz Verastegui und Lydia Schmidl auf ihrer neuen CD "Inspiración Bach" Werke von Bach, Rameau und Schostakowitsch. Darauf zu finden sind aber auch eigens für das Album neu komponierte Werke. Die fünf unterschiedlichen Komponisten erhielten dabei völlig freie Hand, nur ein Bezug zu Bach sollte vorhanden sein. Und zu allen fünf Komponisten hat das Lux Nova Duo eine enge Beziehung. So sind auch die Aufnahmen persönlich, intensiv, teils leidenschaftlich und elektrisierend. BEETHOVEN ESSENZIELL DesCis bringt anlässlich des Beethovenjahres 2020 eine wöchentliche Serie unter dem Titel "Beethoven - essenziell". Die Mondscheinsonate als Instrument des 2. Weltkriegs Die Neunte Symphonie Beethovens ist für die Klassik überdurchschnittlich groß besetzt. Und so wie darin "alle Menschen Brüder werden", wurde die Menge der Mitwirkenden später als klingende Idee des Kollektivs interpretiert, das Werk in Folge von verschiedenen politischen Ideologien zweckentfremdet und mit neuen Botschaften aufgeladen. Weniger bekannt ist, dass auch die "Mondscheinsonate" ein ähnliches Schicksal teilt. Interviewpartner: Univ. Prof. Dr. Stefan Schmidl Gestaltung: Andreas Maurer

11.57 Uhr
Ö1 heute

12.00 Uhr
Ö1 Mittagsjournal

mit Nachrichten in englischer Sprache

13.00 Uhr
Punkt eins

13.55 Uhr
Wissen aktuell

14.00 Uhr
Nachrichten

14.05 Uhr
Stimmen hören

mit Chris Tina Tengel. "Alte" Musik fürs "große" Publikum: Novitäten - Vergleiche Ein weiterer Komponist, der im Paris der 1780er Jahre im Umfeld der Stil-Konfrontation Christoph Willibald Gluck contra Niccolò Piccinni werkte, ist aufgetaucht: der auffallenderweise in Berlin bei Meistern der Ära ausgebildete Jean-Baptiste Lemoyne. Seine (jüngst neu eingespielte) "Phèdre" wird gelobt, als klassizistisch mit Andeutungen von Romantik - mit Recht? Händels "Agrippina" liegt taufrisch mit Joyce DiDonato in der Titelrolle vor, aber auch mit Franco Fagioli und dem mit viel Vorauslob antretenden Counter-Tenor Jakub Jósef Orlinski. Max Emanuel Cencic wiederum setzt mit Leonardo Vincis "Gismondo, Re di Polonia" auf den "neapolitanischen" opera-seria-Stil der 1720er Jahre. Spannend: Wie schlägt sich "unser" Florian Leopold Gassmann, Italien-geschult, in Venedig vielgespielter Opernautor, dann Wiener Hofkapellmeister, in diesem Umfeld? Die junge deutsche Sopranistin Ania Vegry widmet Gassmann-Arien ihr Debutalbum. Nicht zuletzt ist auch John Eliot Gardiner wieder platten-aktiv, mit einer Händel'schen "Semele", die er besonders kammermusikalisch auffasst, mit der das Ensemble anführenden Louise Alder.

15.30 Uhr
Moment

Das System "Lost Found" Wir alle verlieren Dinge. Manchmal ist es eine Haube, die man in der Bahn vergisst. Manchmal ist es der Schlüsselbund, den man gerade noch in der Hostentasche gespürt hat. Vorausgesetzt ein ehrlicher Finder gibt Haube oder Schlüssel ab, was dann? Welche Menschen und welche Algorithmen bestimmen den Weg der verlorenen Gegenstände? Welche Mechanismen greifen im Hintergrund, damit Dinge zurück zu ihren Besitzern gelangen? Und was passiert mit denen, die nie retourniert werden können? Eine Recherche über Verlieren und Finden. Gestaltung: Antonia Löffler Was macht eigentlich... das UN-Büro für Weltraumfragen UNOOSA - The United Nations Office for Outer Space Affairs? Gestaltung: Tanja Rogaunig

15.55 Uhr
Rudi! Der rasende Radiohund

Rudi präsentiert das Ö1 - Kinderjournal Jeden Donnerstag besucht Rudi seine Kolleginnen und Kollegen in der Journalredaktion. Gemeinsam mit Franz Renner bespricht er die neuesten Nachrichten der Woche.

16.00 Uhr
Nachrichten

16.05 Uhr
Medizin und Gesundheit

16.40 Uhr
Die Ö1 Kinderuni

Über Empathie, Lernen und Denken Gestaltung: Hans Groiss Wodurch können andere Menschen verstehen, was ich denke oder fühle und warum kann ich andere verstehen? Was ist Empathie und was hat das Gehirn mit Konzentration und Aufmerksamkeit zu tun? Wird das Gehirn gesteuert oder arbeitet es von allein und sieht ein Gehirn anders aus, wenn ein Mensch eine andere Sprache spricht? Eigentlich kennt die Wissenschaft unser Denkorgan noch sehr wenig: wir wissen wie es aussieht und wie schwer es ist, aber wie es genau funktioniert, da gibt es noch viele Spekulationen. Warum können wir Laufen, Sehen, Riechen, Schmecken und natürlich Lernen und Denken? Neuropsychologe Claus Lamm erklärt gemeinsam mit den Studierenden Helena Hartmann, Magdalena Boch und Boryana Todorova den Ö1 KinderunireporterInnen David, Daniel, Selvi und Lara wie das Gehirn aufgebaut ist, was die Wissenschaft gegenwärtig über das Gehirn weiß und was unser Denkorgan mit unserem Sozialverhalten zu tun hat, also mit der Art und Weise, wie wir miteinander leben können. In einem Workshop an der Universität Wien bastelten die Kinder bunte Gehirnhelme mit allen bekannten Hirnregionen. Bei dem Experiment Gummihand-Illusion herausfinden, dass sich eine Plastikhand anfühlen kann, als würde sie zum eigenen Körper gehören und wie das funktioniert! In einem weiteren Experiment spüren die Reporter/innen nach, wie es sich anfühlt, alt zu sein?

16.55 Uhr
Digital.Leben

17.00 Uhr
Ö1 Journal um fünf

17.09 Uhr
Kulturjournal

17.30 Uhr
Spielräume

Musik aus allen Richtungen mit Andreas Felber. Ambrose Akinmusires neues Album "On The Tender Spot Of Every Calloused Moment" "This is the Cat!", schreibt Archie Shepp in den Liner Notes zur neuen CD von Ambrose Akinmusire. Mit der der aus dem kalifornischen Oakland stammende, 38-jährige US-Amerikaner erneut demonstriert, warum er aktuell als wichtigste junge Trompetenstimme des Gegenwartsjazz gilt. Mit seiner hochindividuellen, farbintensiven Spielweise verbindet Akinmusire lyrische wie auch splitternde, schroffe Klangmomente mit gesellschaftspolitischen Statements. Dazu kommen Hommagen an Avantgardisten-Veteran Roscoe Mitchell und den verstorbenen Freund und Mentor Roy Hargrove. Der Titel des nunmehr fünften Blue-Note-Albums wiederum veranschaulicht den poetischen Denker Ambrose Akinmusire: Er lautet "On The Tender Spot Of Every Calloused Moment", ungefähr zu übersetzen mit "Auf dem zarten Punkt jedes verhärteten Moments".

17.55 Uhr
Betrifft: Geschichte

Zum 75. Jahrestag der Benes-Dekrete Zur Geschichte deutsch-tschechischer Beziehungen Im März 1939 marschierten die Nationalsozialisten in Prag ein und errichteten im sogenannten "Protektorat Böhmen und Mähren" ein brutales Besatzungsregime. Edvard Benes, ehemaliger Staatspräsident und Teil der tschechoslowakischen Exilregierung, lebte seit 1938 in London. Im Dezember 1943 schloss er einen Vertrag mit Josef Stalin. Nach Kriegsende verblieb die wiederhergestellte Tschechoslowakei im Einflussbereich der UdSSR, Bene? war wieder Staatspräsident. Tausende Tschechoslowakinnen waren im Nazi-Regime ermordet worden. Edvard Benes plante, noch als selbsternannter Präsident im Exil, die Vertreibung der Sudetendeutschen. Zwischen 1940 und 1945 erließ er die sogenannten Benes-Dekrete. Die 143 "Dekrete des Präsidenten der Republik", so die offizielle Bezeichnung für die provisorischen Gesetze, wurden insgesamt bis zur Ernennung der vorläufigen Nationalversammlung am 21. Oktober 1945 erlassen und ein halbes Jahr später von dieser gebilligt. Prinzipiell alle "Personen deutscher oder madjarischer Nationalität" wurden "als staatlich unzuverlässig" erklärt. Ihr Vermögen wurde zwangsbeaufsichtigt, oftmals wurden die Sudetendeutschen auch vollständig enteignet. Mit dem Potsdamer Abkommen vom 2. August 1945 erklärten die Siegermächte die "Überführung der deutschen Bevölkerung nach Deutschland" für rechtmäßig - allerdings in ordnungsgemäßer und humaner Weise, betonte man. Bis zu drei Millionen Menschen wurden in den folgenden Jahren nach Deutschland deportiert. Vielerorts ging es dabei alles andere als human zu. Zu groß war der Hass gegen Sudetendeutsche, von denen sich zuvor wiederum viele zum Nationalsozialismus bekannt hatten.

18.00 Uhr
Ö1 Abendjournal

18.25 Uhr
Journal-Panorama

Wie die Pandemie dem Präsidenten nützt. Gestaltung: Ulla Ebner Der berühmte Karneval von Rio de Janeiro wird diesmal ausfallen. Ebenso die pompösen Neujahrsfeiern. Denn auch wenn die Infektionszahlen langsam rückläufig sind - das Virus hat Brasilien nach wie vor fest im Griff. Mehr als 150.000 Menschen sind dort bereits an Covid-19 gestorben. Unter den Opfern sind auffällig viele Bewohner/innen der Armenviertel und auch zahlreiche jüngere Menschen. Die hohen Infektionszahlen machen das Land zum idealen Testlabor für potenzielle Impfstoffe. Mehrere internationale Pharmakonzerne testen derzeit ihre Präparate an tausenden Freiwilligen in Brasilien. Die Regierung unter dem ultrarechten Präsidenten Jair Bolsonaro hat zwar viel Kritik einstecken müssen für ihren chaotischen Umgang mit der Pandemie, dennoch hat es Bolsonaro geschafft, sich die Krise zu Nutze zu machen: Breit angelegte Sozialprogramme verhelfen ihm bei ärmeren Bevölkerungsgruppen zu neuer Beliebtheit. Genützt hat ihm nicht zuletzt auch seine eigene Covid-Erkrankung. Der milde Krankheitsverlauf schien seine These von einem "kleinen Grippchen" zu bestätigen - zumindest in den Augen seiner Anhänger. Heute sind Bolsonaros Umfragewerte so gut wie selten zuvor.

18.55 Uhr
Religion aktuell

19.00 Uhr
Nachrichten

19.05 Uhr
Dimensionen

.diskussionen Das Gesprächsformat am Donnerstag: mit Hintergrundgesprächen, wissenschaftlichen Disputen, interdisziplinären Dialogen, Werkstatt- und Porträtgesprächen oder Diskussionen zu aktuellen Themen. (Podcast "Try Error", Folge 1)

19.30 Uhr
Das Ö1 Konzert

Wiener Symphoniker, Dirigent: Manfred Honeck; Camilla Nylund, Sopran; Piotr Beczala, Tenor; Michael Schade, Tenor. Franz Lehár: Ausschnitte aus "Das Land des Lächelns", "Der Zarewitsch", "Die lustige Witwe", "Giuditta", "Friederike" u.a. (aufgenommen am 19. Juni im Theater an der Wien). Präsentation: Michael Blees Franz Lehár - 150. Geburtstag

21.00 Uhr
Im Gespräch

Helene Maimann im Gespräch mit Hanno Loewy, Literatur- und Medienwissenschaftler, Publizist und Direktor des Jüdischen Museums Hohenems 75 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs ist Europa von einem Rückfall in nationalistische und menschenfeindliche Ideologien bedroht. Im Zeichen der Corona-Pandemie ist die Europäische Gemeinschaft weiter auseinander statt näher zusammengerückt. Europas Nationalisten entwickeln ihre eigenen Fantasien vom "christlich-judischen Abendland" - als Kampfbegriff gegen Zuwanderung und Integration. Wer traut sich noch Europa inklusiv und nicht defensiv zu denken? Sind heute diejenigen, die eine europäische Demokratie fordern, die letzten Europäer? Welche Rolle spielten jüdische Menschen, die angesichts der Zerstörungen Europas und der versuchten Vernichtung der europäischen Juden nationale und kulturelle Grenzen überschritten? Zur gleichlautenden Ausstellung im Jüdischen Museum in Hohenems spricht Helene Maimann über "Die letzten Europäer" mit dem Direktor des Museums, Hanno Loewy.

21.55 Uhr
Schon gehört?

Die Ö1 Club-Sendung. Aktuelle Veranstaltungen und Angebote der Ö1 Kulturpartner.

22.00 Uhr
Ö1 Nachtjournal

22.08 Uhr
Radiokolleg

Die präventive Wende. Vorbeugende Maßnahmen im Gesundheits- und Rechtswesen (4). Gestaltung: Christa Nebenführ Friedrich Engels. Der Fabrikant, der den Marxismus erfand (4). Gestaltung: Günter Kaindlstorfer Zwischen Brecht und Broadway. Die zwei Karrieren des Theaterkomponisten Kurt Weill (4). Gestaltung: Alexandra Faber

23.00 Uhr
Nachrichten

23.03 Uhr
Zeit-Ton

musikprotokoll 2020. Elektronik x Eisen: "Ferrum" von Electric Indigo Electric Indigos Konzeptarbeit "Ferrum" ist eine vielschichtige Auseinandersetzung mit den Klangmöglichkeiten von Eisen- und Metallobjekten, umgesetzt mit Mitteln experimenteller Elektronikmusik. Beim diesjährigen musikprotokoll präsentierte sie "Ferrum" als raumspezifisches, audiovisuelles Mehrkanal-Installationskonzert. Die Wienerin Susanne Kirchmayr aka Electric Indigo ist eine der prominentesten Künstlerinnen der Techno-Kultur und seit einigen Jahren ist sie v.a. als Komponistin elektroakustischer und elektronischer Musik tätig. In den frühen 1990er Jahren arbeitete sie im "legendären" Berliner Plattenladen Hard Wax, DJ-Sets und Konzerte brachten sie in gut 40 Länder. Seit 1993 veröffentlichte sie mehr als ein Dutzend EPs und arbeitete u.a. mit DJ Hell, Pia Palme (etwa beim musikprotokoll 2014) und Irradiation. 1998 gründete sie das Elektronikkünstlerinnen-Netzwerk Female Pressure. Kirchmayr leitete Kurse der Red Bull Music Academy und 2018 war sie Kuratorin der Serie "Atelier Elektronik" der Internationalen Ferienkurse für Neue Musik Darmstadt. Flächen und Beats 2018 erschien schließlich Electric Indigos Debüt-Album "5 1 1 5 9 3" auf Imbalance Computer Music und diesen März veröffentlichte sie "Ferrum" auf Editions Mego. "Ferrum" ist die Kondensierung einer Konzeptserie zu Klangbearbeitungen verschiedenster Eisen- und Metallobjekte. Während einige Stücke Dancefloor-Tauglichkeit haben, präsentiert dieses Album überwiegend Prozessierungen elektroakustischer beziehungsweise akusmatischer Musik. Angeregt wurde diese Beschäftigung ursprünglich vom Ö1 Kunstradio, das Electric Indigo 2019 zum "Art's Birthday" eingeladen hatte. Beim musikprotokoll war "Ferrum", das sowohl als Album wie als audiovisuelle Installation konzipiert ist, in einer speziell für die Ambisonics-Anlage des Dom im Berg entwickelten Version zu erleben. In "Zeit-Ton" ist der Mitschnitt des musikprotokoll-Konzerts zu hören. Electric Indigo erzählt über ihre Musik, das Album und den Auftritt. Gestaltung: Heinrich Deisl

00.00 Uhr
Nachrichten

00.05 Uhr
Ausgewählt

(Wiederholung von 10:06 Uhr).

01.00 Uhr
Nachrichten

01.03 Uhr
Die Ö1 Klassiknacht

Präsentation: Musikauswahl: dazw. 03:00 Uhr Nachrichten